Jusos fordern ein Blühpflanzenprogramm für Hameln

 
 

Die Jusos Hameln setzen sich für ein kommunales Blühpflanzenprogramm in Hameln ein. Mit dem Programm sollen die Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Stadtgebiet ausgeweitet werden.

 

„Wir erleben in den vergangenen Jahren einen starken Rückgang der Insektenpopulation. Diese Entwicklung ist hochproblematisch, da sie auch andere Tiere bedroht, z.B. Vögel, denen es zunehmend an Nahrung mangelt. Außerdem gerät die Pflanzenvielfalt in Gefahr, da die Insekten als Bestäuber fehlen – das kann bei Nutzpflanzen auch wirtschaftliche Auswirkungen haben“, so Jan Hühnerberg, Vorsitzender der Hamelner Jusos.

Das von den Jusos geforderte Blühstreifenprogramm zielt darauf ab, dieser Entwicklung mit verschiedenen Maßnahmen entgegenzuwirken: So sollen innerörtliche kommunale Grünflächen mit Blühpflanzenmischungen begrünt werden. Zudem sollen in der freien Landschaft Blühstreifen angelegt werden. „Das ist zum Bespiel an den Rändern von Wegen oder Gewässern möglich. Auch könnten Pächter kommunaler Flächen hier mit ins Boot geholt werden und Blühstreifen einsäen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Enrico Caliendo dazu.

Auch David Bartsch, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender, ist von der Idee überzeugt: „Viele Städte und Gemeinden setzen sich schon für die Förderung der Artenvielfalt ein und zeigen, dass dies sinnvoll ist. Wenn man kostenfreies Saatgut zur Verfügung stellt und den Bürgerinnen und Bürgern Beratungsmöglichkeiten anbietet, kann man hier auch bürgerschaftliches Engagement fördern.“ Daher soll zukünftig bei der Bewirtschaftung kommunaler Flächen die Förderung der biologischen Vielfalt im Vordergrund stehen, so die Forderung der Jusos.

Die Unterstützung der Hamelner SPD haben die Jusos dafür in der vergangenen Woche auf der Mitgliederversammlung des Ortsvereins bekommen. „Wir freuen uns, dass die Mitglieder unserem Antrag für ein Blühpflanzenprogramm zugestimmt haben. Jetzt werden wir uns dafür einsetzen, dass er in der Politik umgesetzt wird“, so Jan Hühnerberg abschließend.